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Freitag, 3. November 2023, 19:30
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Margot Oitzinger und Peter Kooij mit dem L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg

Programm

 

Der Friede sei mit Dir

 

Aus dem Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs gibt es einige Werke für eine Solostimme und Orchester. Drei dieser Juwelen werden von zwei großen Persönlichkeiten der Bachinterpretation in Zusammenarbeit mit dem L’Orfeo Barockorchester präsentiert. Die Martin-Luther-Kirche bietet dazu den perfekten Rahmen.

 

Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Gott soll allein mein Herze haben, Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis, BWV 169

Der Friede sei mit dir, Kantate zur Mariä Reinigung, BWV 158

Präludium und Fuge in e-Moll BWV 548

Ich habe genung, Kantate zur Mariä Reinigung, BWV 82

 

Margot Oitzinger | Mezzosopran
Peter Kooij | Bass
L’Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg
Jan Jansen | Orgel solo 

 

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Margot Oitzinger © Foppe Schut

Margot Oitzinger, geboren in Graz, studierte Konzertfach Gesang an der Musikuniversität ihrer Heimatstadt und schloss mit Auszeichnung ab. Schon in ihrer Studienzeit stand für sie fest, sich auf Alte Musik spezialisieren zu wollen. Meisterkurse und Seminare besuchte sie dafür bei Emma Kirkby, Peter Kooij und Jill Feldman. 

Sowohl als Konzertsängerin als auch als Operninterpretin von Renaissance bis Frühklassik ist Margot Oitzinger sehr gefragt. 

Polyphones sowie frühbarockes Ensemblesingen (Les solistes de Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe, Abendmusiken in der Predigerkirche unter Jörg-Andreas Bötticher, Sette Voci unter Peter Kooij, etc.) stehen für sie ebenso an der Tagesordnung wie die Werke hochbarocker Meister als Solistin. 

Sie singt an den wichtigsten Konzertorten wie dem Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Palau de la musica Barcelona, Concertgebouw Brugge, Suntory Hall Tokyo, Arsenal Metz, Prinzregententheater München, Thomaskirche Leipzig, Eglise Saint-Roc Paris, Muziekcentrum Utrecht, Frauenkirche Dresden, Alte Oper Frankfurt unter namhaften Dirigent:innen wie Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Philippe Pierlot, Philippe Rousseau, Masaaki Suzuki, John Butt, Andrea Marcon, Michi Gaigg, Lorenzo Ghielmi, Christoph Prégardien, Konrad Junghänel oder Rudolph Lutz. Unter der Leitung des Letztgenannten, wirkt sie mit an der Gesamtaufnahme der vokalen Bachwerke auf DVD.
www.oitzinger.com 

 

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Peter Kooij © Marco Borggreve

Peter Kooij sang bereits im Alter von sechs Jahren im Chor seines Vaters und machte als Knabensopran viele Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen. Nach einem Violinstudium am Utrechter Konservatorium studierte er Gesang bei Max van Egmond am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam, wo er sein Solistendiplom mit Auszeichnung erwarb. 

Peter Kooijs Konzerttätigkeit führte ihn an die wichtigsten Musikzentren der ganzen Welt, wie z. B. Concertgebouw Amsterdam, Musikverein Wien, Carnegie Hall New York, Royal Albert Hall London, Teatro Colon Buenos Aires, Berliner und Kölner Philharmonie, Palais Garnier Paris, Suntory Hall und Casals Hall Tokio, wo er unter der Leitung von u. a. Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Frans Brüggen, Gustav Leonhardt, René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Roger Norrington und Iván Fischer sang.

Neben allen vokalen Werken Bachs umfasst sein umfangreiches Repertoire Werke von H. Schütz bis A. Webern und wird durch mehr als 150 CD-Produktionen dokumentiert (Philips, Harmonia Mundi, Sony und Virgin Classics, Erato, EMI und BIS). Von BIS wurde er für die Gesamtaufnahme der Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki eingeladen. 1999 gründete er das Kammerorchester „De Profundis“, das sich zum Ziel gesetzt hat, Sänger:innen im Hinblick auf die historische Aufführungspraxis adäquat zu begleiten. Im gleichen Jahr rief er das Vokalensemble Sette Voci ins Leben, das sich aus jungen Nachwuchssänger:innen zusammensetzt und dessen künstlerischer Leiter er ist. Von 1991 bis 2000 Professur für Gesang am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam. Von 1995 bis 1998 Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Hannover.Seit 2000 Gastdozent an der Tokyo University of fine Arts and Music. Seit 2005 Professur für Gesang am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Seit 2013 Professur für Gesang/Alte Musik an der HfK Bremen. Einladungen zu Meisterkursen folgten aus Deutschland, Frankreich, Portugal, Spanien, Belgien, Finnland und Japan. 2016 erhielt Peter Kooij die Bach-Medaille der Stadt Leipzig. 
www.peterkooij.de 

 

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L'Orfeo Barockorchester und Michi Gaigg © wali.pix

Das L’Orfeo Barockorchester gehört seit mehr als 25 Jahren zu den markantesten Stimmen der Alten Musik. Die Neue Zürcher Zeitung attestiert dem Ensemble rund um Orchestergründerin und Dirigentin Michi Gaigg einen „individuellen Charakter abseits globalisierter Einheitsklanglichkeit“, der auf ein fruchtbares Zusammenwirken unterschiedlicher musikalischer Wurzeln zurückzuführen ist. Hingabe, Kontinuität und ein wertschätzender Ensemblegeist, der auch große Lust auf Neues in sich trägt, sind die Basis, auf der Michi Gaigg ihre farbenreiche, klangsinnliche wie temperamentvolle Handschrift entwickelt.

Die umfangreiche Diskografie (mit mehr als 40 CDs!), darunter einige Opern- und zahlreiche Ersteinspielungen, wurde mehrfach ausgezeichnet: u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Forbes, Fono Forum, Pizzicato, ORF Ö1 sowie mit je einem Echo-Klassik- und einem Opus-Klassik-Preis. 

Zum 25. Geburtstag des Orchesters 2021 ist unter der Leitung von Michi Gaigg eine bei Publikum und Presse hochgelobte Gesamteinspielung aller Schubert-Sinfonien und der dazugehörigen Fragmente erschienen. Sie ist das aktuelle Glanzstück eines vielschichtigen Repertoires – von der Suite des französischen, deutschen und österreichischen Barocks über die Sinfonia der Mannheimer Schule bis hin zur Wiener Klassik und Frühromantik.

L’Orfeo begeistert aber auch als Opernorchester wie mit Joseph Haydns Türkenoper L’incontro improvviso und dem Album MoZart. From Zero to Hero mit Tenor Daniel Behle. Raritäten und Meisterwerke der Bühnenkunst von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, Jean-Philippe Rameau, Georg Anton Benda, Christoph Willibald Gluck sowie eine Trilogie früher Operneinakter von Gioachino Rossini sind hier zu nennen.

Bisherige Stationen: Der in Linz beheimatete Klangkörper ist Gast internationaler Podien, darunter Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Händel-Festspiele Halle, Schubertiade Hohenems, Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien, Brucknerhaus Linz sowie Elbphilharmonie Hamburg, und feierte Erfolge auf Tourneen nach Frankreich, Spanien, Südafrika und Namibia.

Education: Euridice Barockorchester der Anton Bruckner Privatuniversität, eine Initiative des L’Orfeo Barockorchesters – Mitglieder von L’Orfeo coachen die Probenarbeit der Studierenden in verschiedenen Instrumentalgruppen und wirken bei den Aufführungen mit.
www.lorfeo.com

Mitwirkende

Violine | Michi Gaigg, Julia Huber-Warzecha, Sabine Reiter, Martin Kalista, Simone Trefflinger, Nina Pohn
Viola | Lucas Schurig-Breuß, Daniela Henzinger
Violoncello | Peter Trefflinger
Kontrabass | Maria Vahervuo
Oboe | Carin van Heerden, Ana Inés Feola, Philipp Wagner
Fagott | Karin Gemeinhardt
Orgel | Jan Jansen
Cembalo | Andreas Stöger

 

 Jan Jansen Gerard van Betlehem copyright Gerard van Betlehem

Jan Jansen © Gerard van Betlehem

Der niederländische Organist und Cembalist Jan Jansen studierte Orgel bei Cor Kee, Klavier bei Gérard van Blerck und Cembalo bei Lenie van der Lee am Utrechter Conservatorium. 1970 gewann er den Prix d'Excellence für Orgel. Seit 1987 war Jan Jansen Organist des Utrechter Doms, wo er sich als feiner Kenner der Liturgie, aber auch als Veranstalter der sogenannten Samstagskonzerte und in seiner Zusammenarbeit mit der Domkantorei, geleitet von Remco de Grasse, einen Namen machte. Er hat viele CDs eingespielt, u. a. das Gesamtwerk für Orgel von Felix Mendelssohn, die Choralpartiten Johann Sebastian Bachs und Werke von César Franck.

Jan Jansen ist ein viel gefragter Continuospieler und unterrichtete am Utrechter Conservatorium. Seine Tochter ist die bekannte Geigerin Janine Jansen.

Martin-Luther-Kirche, Linz

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