Aktuelle Termine
Luca Scandali, Pesaro
Orgelkonzerte
Minoritenkirche, Promenade 24, 4020 Linz
Programm
Johann Sebastian Bach
1685 – 1750
Adagio d-Moll BWV 1001/I
Fuge d-Moll BWV 539/II
Ciacona d-moll BWV 1178
Arcangelo Corelli
1653 – 1713
Sonata G-Dur op. 2 Nr. 12 (Ciacona)
Largo – Allegro
(Transkription: Luca Scandali)
Johann Sebastian Bach
Fantasia et Fuga c-Moll BWV 537
Sonata II c-Moll BWV 526
Vivace – Largo – Allegro
Giuseppe Tartini
1692 – 1770
Concerto IV C-Dur D. 81
Allegro moderato – Largo – Allegro
(Transcription: Leonhard Frischmuth, ca. 1750)
Johann Sebastian Bach
Praeludium und Fuge G-Dur BWV 541

Foto: Luca Scandali © Stefano Bertoletti
Luca Scandali stammt aus Ancona. Er beendete sein Orgel- und Cembalostudium am Konservatorium Pesaro mit Auszeichnungen und schloss auch ein Kompositionsstudium am selben Konservatorium ab. Danach bildete Luca Scandali sich bei namhaften Künstlern wie Ton Koopman, Andrea Marcon, Luigi Ferdinando Tagliavini und Liuwe Tamminga fort. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe (u. a. 1. Preis beim Int. Paul-Hofhaimer-Wettbewerb Innsbruck 1998). Luca Scandali spielte in über 20 Ländern Konzerte als Solist, mit Kammermusikensembles und Orchestern und ist daneben vielgefragter Dozent bei Seminaren und Meisterkursen. Er leitet eine Orgelklasse am Conservatorio G. Rossini in Pesaro, betreut Neuausgaben Alter Orgelmusik und verfasste zahlreiche Artikel zu diesem Thema für verschiedene Fachzeitschriften. Mehrere seiner mehr als 30 CD-Aufnahmen wurden für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
https://www.lucascandali.it/
Francisco Carolinum, Festsaal
Melodramen von Schubert, Schumann, Liszt und Strauss
14 Jahre vor Schönbergs Pierrot lunaire komponiert der große Tondichter Richard Strauss das Melodram Enoch Arden (1898/99) als moderne Odyssee und als un-sanglichen Abgesang auf das "romantische Jahrhundert" – die gesprochene Mono-Oper an der Wende zur Moderne und zum Zeitalter der Weltkriege nach dem gleichnamigen Versepos des englischen Romantikers Alfred Lord Tennyson steht in einer Gattungstradition, zu der Komponisten wie Schubert, Schumann, Liszt, Nietzsche, Schönberg und Strawinsky bedeutende Beiträge geschrieben haben.
Andreas Lebeda / Stimme
Alexander Paley /Klavier

Foto: Andreas Lebeda © Josef_Madlmayr

Foto: Alexander Paley © Alexander Paley
http://alexanderpaley.net/site/
Joxe Benantzi Bilbao, Al ...
Orgelkonzerte
Klosterkirche Pulgarn, Pulgarn 25, 4221 Steyregg
Programm
William Byrd
1540 – 1623
Fantasia in C
Antonio de Cabezón
1510 – 1566
Diferencias sobre el canto del cavallero
Marc Antonio Cavazzoni
1490 – 1560
Madame vous avez mon cuor
Giulio Caccini / Peter Philips
1551 – 1618 / 1561 - 1628
Amarilli
Claudin de Sermmizy / A. de Cabezón
1490 – 1562 /
Duuiensela
William Byrd
The carman´s whistle
Libro de cifra nueva
1557
Frais et Gailard
Antonio de Cabezón
Tiento del primer tono
Antonio Martin y Coll
1660 – 1734
Espanoleta
Chacona
Danza del Hacha

Foto: Joxe Benantzi Bilboa © Josep Maria Berenguer
Joxe Benantzi Bilbao stammt aus dem baskischen Mundaka. Seine musikalische Ausbildung verdankt er bedeutenden Musikerpersönlichkeiten wie Esteban Elizondo, Montserrat Torrent, Javier Artigas, Michael Radulescu, André Isoir u. v. a., erhielt Diplome mit Auszeichnung an den Konservatorien San Sebastian und Murcia sowie den von „Música en Compostela“ vergebenen Sonderpreis „Premio Andrés Segovia“. Nach seinem Studienabschluss widmete sich Joxe Benantzi Bilbao dem weiten Repertoire der historischen iberischen Musik für Tasteninstrumente. Neben zahlreichen Solokonzerten und CD-Einspielungen arbeitet der Musiker mit namhaften Künstlern (darunter Yehudi Menuhin), Ensembles (Stil Concertant, Capella de Ministrers, Ensemble Hiro Kurosaki u. a.) und verschiedenen Orchestern zusammen und unterrichtet Orgel am Conservatorio „Guitarrista José Tomás“ in Alicante, betreut (vor allem im Baskenland) Orgelneubauten und -restaurierungen.
https://benantzi.com/
Ensemble Art d’Echo
Alte Musik - neu gelesen
ORPHEUS mit der LYRAviol
Bänkellieder und Virtuosenmusik vom dänischen Königshof Christians IV
Werke von G. Voigtländer, J. Dowland, D. Stoeffken u. a.
„Als Orpheus schlug sein Instrument“, da war es eine Lyra! Keine Harfe, wie heute gern angenommen, sondern in der Renaissance ganz klar ein Streichinstrument - vielleicht gar eine Lyra Viol, auf der sich der Vater aller Singer-Songwriter selbst begleitete und so alles um ihn herum bezauberte, ja sogar die Steine zu Tränen rührte.
Georg Poplutz / Tenor
Michael Freimuth / Laute, Theorbe
Juliane Laake / Lyra Viol (Viola da Gamba), Konzept & künstlerische Leitung

Foto: Juliane Laake © Juliane Menzel
https://www.julianelaake.de/

Foto: Georg Poplutz © Jochen Kratschmer
https://georgpoplutz.de/

Foto: Michael Freimuth © Sven Zimmermann
https://www.michael-freimuth.de/
https://www.julianelaake.de/ensemble-art-d-echo/
Zusammenspiel von Musik und Literatur
An den Konzertabenden bietet die Oö. Landesbibliothek an einem eigenen Büchertisch Lesestoff passend zum jeweiligen Konzertprogramm an. Beim Flanieren durch das Haus können sich Besucherinnen und Besucher ein Bild vom großen Angebot der wissenschaftlichen Universalbibliothek machen.
https://www.landesbibliothek.at/
Landeskonzerte Oberösterreich
Konzertgenuss mal vier
Klassische Musik abseits des Mainstreams an Orten, die üblicherweise nicht für Konzerte zur Verfügung stehen. Die vier Konzertreihen des Landes Oberösterreich – Alte Musik - neu gelesen, vokal.isen, Sonntagsmusik im Salon und die Orgelkonzerte – bieten Musik für Genießerinnen und Genießer.
Die Frage ist berechtigt: soll das Kulturland Oberösterreich selbst als Veranstalter von Konzerten auftreten?
Die Antwort ist klar und eindeutig: Ja. Es macht durchaus Sinn, Konzerte zu veranstalten, und zwar genau dann, wenn es um Bereiche abseits des Mainstreams geht. Nicht die Blockbuster der klassischen Musik also, die ihr Publikum ohnehin finden, sondern Aufmerksamkeit schaffen für die Vielfalt des musikalischen Geschehens, das sich in den Nischen der Musikgeschichte aufspüren lässt.
Ein Angebot also für musikalische Feinspitze. Das Kulturland Oberösterreich versteht sich hier eindeutig als Impulsgeber, um mit besonderem künstlerischen Anspruch und im speziellen Ambiente von Kulturräumen, die üblicherweise nicht als Konzerträume dienen, Musikgenuss zu ermöglichen.
Foto: © Max Mayrhofer
Oberösterreich ist ein Musikland. Die Landeskonzerte Oberösterreich sind ein gelungenes Beispiel dafür, dass dieser Grundsatz in unserem Bundesland mit Begeisterung gelebt wird. Sie sind somit ein wichtiger kultureller Impulsgeber unseres Landes, der weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinauswirkt, und sie sind längst eine Kulturmarke, die keinen Vergleich mit anderen heimischen Kulturveranstaltungen zu scheuen braucht.
Ob Alte Musik – neu gelesen, Sonntagsmusik im Salon, vokal.isen oder Orgelkonzerte – deren besondere Qualität garantiert wieder herausragendes Kunstvergnügen. Die Landeskonzerte sind Beweis, dass alle Musikrichtungen in ihrer Besonderheit, ihrem Selbstverständnis und ihrer Bedeutung gleichberechtigt ihren Platz einnehmen. Das Erfolgsgeheimnis – falls es überhaupt als ein Geheimnis bezeichnet werden kann – ist schnell gelüftet. Von Beginn an setzten die Verantwortlichen auf künstlerische Qualität und Unverwechselbarkeit.
Diesem Grundsatz sind sie natürlich in der Saison 2025/26 treu geblieben. Das Programm widmet sich Werken u. a. von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Wolfgang A. Mozart, Johannes Brahms, bis hin zu Maurice Ravel.
Ich bedanke mich bei allen, die durch ihren persönlichen Einsatz am Erfolg der Landeskonzerte wesentlichen Anteil haben und wünsche ihnen glanzvolle Höhepunkte.
Mein Dank gilt vor allem den künstlerischen Leitern Carin van Heerden, Andreas Lebeda und Gustav Auzinger sowie insbesondere Anton Voigt, der sich nach der Saison 2025/26 in dieser Funktion verabschiedet. Den Besucherinnen und Besuchern wünsche ich eindrucksvolle Konzerterlebnisse.
Mag. Thomas Stelzer
Landeshauptmann