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Christiane Karajeva / Kl ...
Sonntagsmusik im Salon
Francisco Carolinum, Festsaal
Werke von Felix Mendelssohn, Franz Schubert und Johannes Brahms
„Sonntagsmusik bot große Kunst am Klavier” – so überschrieb Georgina Szeless ihre Besprechung des Recitals der Pianistin im Jahr 2022. In ihrem Kurzfilm handgemacht bietet Karajeva Einblicke, wie sie zu ihrer „technischen Überlegenheit [und] ausgewogenen Anschlagskultur” (Szeless) gelangt. Ein Film, der für alle am Klavierspiel interessierten Menschen von höchster Relevanz ist.
Christiane Karajeva wählte für ihr Programm drei Kompositionen, deren Verfasser zum Zeitpunkt der jeweiligen Niederschrift siebzehn (Mendelssohn) beziehungsweise knapp zwanzig Jahre alt waren (Schubert und Brahms)
Sonntagsmusik im Salon Abendprogramm 18.01.2026 (527.49 kB)
Programm
Felix Mendelssohn
1809–1847
Präludium und Fuge e-Moll op. 35/1
1. Präludium: Allegro con fuoco
2. Fuge: Andante espressivo
Franz Schubert
1797–1828
Sonate Es-Dur D 568
1. Allegro moderato
2. Andante molto
3. Menuett: Allegretto
4. Allegro moderato
Pause
Johannes Brahms
1833–1897
Sonate C-Dur op. 1
1. Allegro
2. Andante
3. Scherzo: Allegro molto e con fuoco
4. Finale: Allegro con fuoco

Foto: Christiane Karajeva © Thomas Selditz
Die Künstlerin
Seit ihrem ersten Soloabend im Alter von zehn Jahren ist die gebürtige Wienerin Christiane Karajeva als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin fest im nationalen und internationalen Musikleben verankert. Ihre Studien absolvierte sie mit ausgezeichnetem Erfolg an der Wiener Musikhochschule und am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau. Zu ihren bedeutendsten Lehrern zählten Richard Hauser, Dieter Weber, Lev Naumov und Wilhelm Kempff. Anstelle eines detaillierten Lebenslaufes mögen hier die Eckdaten stehen, mit denen die Künstlerin ihr berufliches Leben selbst umreißt.
Mein Leben in Zahlen
50.645 Stunden am Klavier
32.066 Stunden Klavierunterricht
427 Konzerte in
24 Ländern
26 Meisterkurse
8 CD-Einspielungen
1 Film*
1.833 km auf Jakobswegen zurückgelegt
* Der preisgekrönte künstlerische Kurzfilm handgemacht zeigt anhand von zwei Händen und ohne Worte, wie sich Klavierspielen an der Basis anfühlt, mit welchen Problemen sich die Hand konfrontiert sieht und wie sie an Lösungen herangeführt werden kann. Ein Film für alle klavierspielenden Menschen und für alle, die sich für das Klavierspielen interessieren.
https://christiane-karajeva.com/
Auch ich in Arkadien!
vokal.isen
Francisco Carolinum, Festsaal
Eine italienische Reise
Seit mehr als zweihundert Jahren ist Goethes Italienische Reise ein Weg-weiser für alle, die sich auf der Suche nach der Leichtigkeit des Seins auf den Weg in den Süden gemacht haben – sein Aufbruch in das „Land, wo die Zitronen blühn“ ist nicht der erste und schon gar nicht der letzte Versuch der Welt – und Selbstentdeckung, der über die Alpen führt; der Zauber poetischer und musikalischer ‚Italianità‘ entführt uns an diesem (viel)stimmigen Abend in das Arkadien mediterraner (Lebens-)Kunst.
Martha Matscheko / Sopran
Johanna Zachhuber / Mezzosopran
Jan Petryka / Tenor
Andreas Lebeda / Bariton
Claus-Christian Schuster / Klavier

Foto: Martha Matscheko © Reinhard Winkler
https://www.marthamatscheko.com/

Foto: Johanna Zachhuber © Marco Sommer
https://johannazachhuber.at/

Foto: Jan Petryka © Theresa Pewal
https://janpetryka.com/

Foto: Andreas Lebeda © Josef Madlmayr

Foto: Claus-Christian Schuster © Claus-Christian Schuster
https://www.ccschuster.at/
Trio Incendio
Sonntagsmusik im Salon
Francisco Carolinum, Festsaal
Werke von Vítězslav Novák, Frank Martin und Antonín Dvořák
Das Trio Incendio ist gleichermaßen bekannt für seine empfindsame Stilsicherheit bei Werken der Klassik wie für seine feurige Leidenschaft bei der Interpretation von Werken der Romantik und Gegenwart (ital. incendio = Feuer). Christine Grubauer schrieb nach dem Konzert des Trios 2023 von „stupendem Musizierstil” und von „Jubel im Saal”.
Karolína Františová / Klavier
Filip Zaykov / Violine
Vilém Petras / Violoncello

Foto: Trio Incendio © Thomas Raggam_The Schubidu Quartet
https://www.trioincendio.com/
Verità Baroque
Alte Musik - neu gelesen
Die Frau im Schatten
Seit Jahrhunderten lebten Musikerinnen am Rand der offiziellen Geschichtsschreibung – zurückgedrängt in private Aufführungen oder verborgen hinter Gittern, wie die jungen Musikerinnen in Vivaldis Pietà. Und doch: Stellen wir uns für einen Moment eine alternative Welt vor – eine, in der diese Musikerinnen frei und ohne Einschränkungen öffentlich hätten auftreten dürfen. In diesem Programm entdecken wir die Musik von Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen neu – einer Prinzessin und Komponistin – und stellen ihr zeitgenössische Werke gegenüber, die die weibliche Stimme feiern.

Foto: Ensemble Verità Baroque © Sophia Hegewald
https://veritaensemble.com/
Zusammenspiel von Musik und Literatur
An den Konzertabenden bietet die Oö. Landesbibliothek an einem eigenen Büchertisch Lesestoff passend zum jeweiligen Konzertprogramm an. Beim Flanieren durch das Haus können sich Besucherinnen und Besucher ein Bild vom großen Angebot der wissenschaftlichen Universalbibliothek machen.
https://www.landesbibliothek.at/
Konzertgenuss mal vier
Klassische Musik abseits des Mainstreams an Orten, die üblicherweise nicht für Konzerte zur Verfügung stehen. Die vier Konzertreihen des Landes Oberösterreich – Alte Musik - neu gelesen, vokal.isen, Sonntagsmusik im Salon und die Orgelkonzerte – bieten Musik für Genießerinnen und Genießer.
Die Frage ist berechtigt: soll das Kulturland Oberösterreich selbst als Veranstalter von Konzerten auftreten?
Die Antwort ist klar und eindeutig: Ja. Es macht durchaus Sinn, Konzerte zu veranstalten, und zwar genau dann, wenn es um Bereiche abseits des Mainstreams geht. Nicht die Blockbuster der klassischen Musik also, die ihr Publikum ohnehin finden, sondern Aufmerksamkeit schaffen für die Vielfalt des musikalischen Geschehens, das sich in den Nischen der Musikgeschichte aufspüren lässt.
Ein Angebot also für musikalische Feinspitze. Das Kulturland Oberösterreich versteht sich hier eindeutig als Impulsgeber, um mit besonderem künstlerischen Anspruch und im speziellen Ambiente von Kulturräumen, die üblicherweise nicht als Konzerträume dienen, Musikgenuss zu ermöglichen.
Foto: © Land OÖ
Oberösterreich ist ein Musikland. Die Landeskonzerte Oberösterreich sind ein gelungenes Beispiel dafür, dass dieser Grundsatz in unserem Bundesland mit Begeisterung gelebt wird. Sie sind somit ein wichtiger kultureller Impulsgeber unseres Landes, der weit über die Grenzen der Landeshauptstadt hinauswirkt, und sie sind längst eine Kulturmarke, die keinen Vergleich mit anderen heimischen Kulturveranstaltungen zu scheuen braucht.
Ob Alte Musik – neu gelesen, Sonntagsmusik im Salon, vokal.isen oder Orgelkonzerte – deren besondere Qualität garantiert wieder herausragendes Kunstvergnügen. Die Landeskonzerte sind Beweis, dass alle Musikrichtungen in ihrer Besonderheit, ihrem Selbstverständnis und ihrer Bedeutung gleichberechtigt ihren Platz einnehmen. Das Erfolgsgeheimnis – falls es überhaupt als ein Geheimnis bezeichnet werden kann – ist schnell gelüftet. Von Beginn an setzten die Verantwortlichen auf künstlerische Qualität und Unverwechselbarkeit.
Diesem Grundsatz sind sie natürlich in der Saison 2025/26 treu geblieben. Das Programm widmet sich Werken u. a. von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Wolfgang A. Mozart, Johannes Brahms, bis hin zu Maurice Ravel.
Ich bedanke mich bei allen, die durch ihren persönlichen Einsatz am Erfolg der Landeskonzerte wesentlichen Anteil haben und wünsche ihnen glanzvolle Höhepunkte.
Mein Dank gilt vor allem den künstlerischen Leitern Carin van Heerden, Andreas Lebeda und Gustav Auzinger sowie insbesondere Anton Voigt, der sich nach der Saison 2025/26 in dieser Funktion verabschiedet. Den Besucherinnen und Besuchern wünsche ich eindrucksvolle Konzerterlebnisse.
Mag. Thomas Stelzer
Landeshauptmann