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Mittwoch, 24. September 2025, 19:00
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Der Sommer war sehr groß

Rainer Maria Rilke zum 150. Geburtstag

Eine Wandtafel am alten Starhemberg-Haus am Aufgang zum Linzer Schloss erinnert daran, dass hier Anton Bruckner und Rainer Maria Rilke zur Schule gegangen sind - im Gegensatz zu Bruckners oberösterreichischer Allgegenwart überrascht die biografische Linz-Episode Rilkes: im Winter 1891/92 hatte er nach dem Abbruch seiner militärischen Ausbildung die Handelsakademie in Linz besucht, ehe der damals 17-Jährige die Stadt wegen einer verbotenen Liebesaffäre unfreiwillig verlassen muss…

Zum 150. Geburtstag des großen Sprach- und Lebenskünstlers: Rilkes unvergleichlich musikalische Wort-Schöpfungen in kongenialen Vertonungen von Bernstein, Barber, Krenek, Ullmann und Körber.


Maria Ladurner 
/ Sopran
Andreas Lebeda / Bariton
Till Alexander Körber Klavier


Programm
Programm (320,96 kB)

Till Alexander Körber geboren 1967
Der Panther (1982)

Alma Mahler 1879–1964
Bei dir ist es traut (1900)

Arnold Schönberg 1874–1951
Am Strande

Alban Berg 1885–1935
Traumgekrönt (aus „Sieben Frühe Lieder“ Nr.4 / 1907)
„Das war der Tag der weißen Chrysanthemen“

Joseph Marx 1882–1964
Traumgekrönt (1910)
„Es gibt so wundervolle Nächte“

Samuel Barber (1910–1981)
Mélodies passagères op.27 (1950)
Puisque tout passe
Un Cygne
Tombeau dans un parc
Le Clocher chante
Départ

Ernst Křenek 1900–1991
„Ô Lacrymosa” (Rainer Maria Rilke) op.48 (1926)
Oh Thränenvolle
Nichts als ein Atemzug
Aber die Winter!

***

Till Alexander Körber geboren 1967
Der Narr (2025) [UA]

Leonard Bernstein
1918–1990 
Two Love Songs (Jessie Lemont, nach Rainer Maria Rilke) 1949
I. Extinguish my eyes
II. When my soul touches yours

Viktor Ullmann
1898–1944
Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
für Sprecher und Klavier (1944)                          


Maria Ladurner copyright Theresa Pewal

Foto: Maria Ladurner © Theresa Pewal

Maria Ladurners Leidenschaft ist die Alte Musik, sie konzertiert mit Ensembles wie lautten compagney, Ensemble 1700, L‘Orfeo Barockorchester, Ars Antiqua Austria, Concerto Stella Matutina, laBarocca oder dem Finnish Baroque Orchestra. Die Zusammenarbeit mit Musiker:innen wie Alfredo Bernardini, Michi Gaigg, Ruben Jais, Wolfgang Katschner, Gunar Letzbor, Dorothee Oberlinger oder Jordi Savall bereichert ihre Karriere.
Maria Ladurner studierte bei Barbara Bonney in Salzburg und bei Edith Lienbacher in Wien sowie Barockgesang am Mozarteum Salzburg bei Ulrike Hofbauer und Andreas Scholl. Im Alter von 19 Jahren debütierte sie als Barbarina (Le Nozze di Figaro) am Teatro sociale in Trento sowie bei den Tiroler Festspielen Erl. Es folgten Engagements u. a. am Staatstheater Nürnberg, an der Oper Bonn, am Markgräflichen Opernhaus Bayreuth und an der Neuen Oper Wien. Konzerte führten sie u. a. in den Wiener Musikverein und ins Wiener Konzerthaus, in die Berliner Philharmonie, ins Linzer Brucknerhaus und ins Auditorio Nacional de Música Madrid. Sie sang bei Festivals wie den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, dem Festival Oude Muziek Utrecht, den Tagen der Alten Musik Herne, den Resonanzen, der Mozartwoche Salzburg, den Händelfestspielen Halle und der Styriarte, wo sie im Juli 2025 in Beethovens 9. Symphonie debütierte.
Im Bereich des Liedgesangs waren Meisterkurse bei Julius Drake, Robert Holl und Christa Ludwig sowie die langjährige Zusammenarbeit mit Breda Zakotnik prägend.
Maria Ladurner ist Preisträgerin des H.I.F. Biber-Wettbewerbs und gewann mit dem Ensemble Mozaïque den 1. Preis und Publikumspreis des Händelwettbewerbs Göttingen sowie des Wettbewerbs der Musikakademie Rheinsberg. Ihre Debüt-CD Arias for the Emperor erschien 2021, 2023 folgte ihr Solo-Album Madonna Mia; Aufnahmen von Bononcinis Oper Polifemo, Scarlattis I portentosi effetti della madre und Bernasconis L’Huomo wurden u. a. mit dem Opus Klassik Preis, dem Diapason d’or und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

https://www.marialadurner.com/

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Foto: Andreas Lebeda © Josef Madlmayr

Andreas Lebeda wurde in Gmunden geboren; er studierte an der Universität Salzburg (Germanistik) und am Mozarteum (u. a. Gesang, Klavier, Dirigieren, Musikpädagogik); Meisterkurse führten ihn zu Elisabeth Schwarzkopf, Kurt Widmer und Burga Schwarzbach. Entscheidende Anregungen erhielt er in der legendären Klasse von Nikolaus Harnoncourt am Mozarteum und als Schüler von Kurt Widmer an der Musikakademie Basel.
1990 erfolgte sein Operndebüt unter René Jacobs an der Opéra Comédie Montpellier; seither führten ihn Konzerte, Liederabende und Opernproduktionen in bedeutende Musikzentren in Europa, Südafrika, Japan und in den USA sowie zu zahlreichen internationalen Festivals (Festwochen der Alten Musik Innsbruck, Carinthischer Sommer, Festival Moulin d'Andé, Bregenzer Frühling, Styriarte Graz, Printemps des Arts Monte Carlo, Brahms!-Festival Mürzzuschlag, La folle Journée Nantes u. v. a.). 1999 debütierte er in den USA mit einem Goethe-Lieder-Programm (Dumbarton Oaks), es folgten Mahlers Rückert-Lieder in Washington DC und 2001 sein New-York-Debüt in der Weill-Recital-Hall (Carnegie).
Opernproduktionen der letzten Jahre waren die österreichische Erstaufführung von Siegfried Matthus’ Kammeroper Kronprinz Friedrich, Mozart und Salieri von Nikolaj Rimskij-Korsakov sowie die Uraufführung von Gunter Waldeks Oper Schatten im Dorf. Zu seinen wichtigsten CD-Aufnahmen zählen Monteverdis L’incoronazione di Poppea unter René Jacobs, Mozarts Grabmusik sowie Franz Schuberts Winterreise.
Andreas Lebeda unterrichtete am Mozarteum Salzburg und an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Mit Till Alexander Körber, von dem er zahlreiche Werke uraufführte, verbindet ihn eine lange künstlerische Zusammenarbeit.

 

Till Alexander Körber copyright Davide Zavatti

Foto: Till Alexander Körber © Davide Zavatti

Till Alexander Körber wurde in Tübingen geboren. Ab 1986 studierte er an der Musikhochschule in Freiburg/Breisgau Klavier, Liedbegleitung und Chordirigieren; von 1990 bis 1995 war er Schüler von Hans Petermandl an der Wiener Musikhochschule.
Konzerte als Solist, auch mit Orchester, als Liedbegleiter und Kammermusiker (Merlin-Ensemble Wien) sowie Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen führten ihn durch Europa, sowie nach Afrika, Asien und in die USA.
Er spielte etliche Uraufführungen und arbeitete mit vielen Komponisten zusammen.
Im Jahr 2003 erhielt er das Österreichische Staatsstipendium für Komponisten, 2008 den Landeskulturpreis für Musik Oberösterreich. Seine Werkliste reicht von Liedern über Kammermusik bis zur Symphonie und zum abendfüllenden Oratorium.
Von 1994 bis 2003 unterrichtete Till Alexander Körber an der Musikuniversität Graz zeitgenössische Klaviermusik und gab oftmals masterclasses am Lysenko-Konservatorium Lemberg, Ukraine. Er leitet eine Klasse für Klavier und Klavierkammermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Seit 2015 ist er Präsident der EPTA Österreich, seit 2021 Stiftskapellmeister des Stiftes Wilhering.

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