vokal.isen - PROGRAMM 2021/22 

FC - Francisco Carolinum, Museumstraße 14, 4020 Linz.

Schlossmuseum, Schlossberg 1, 4020 Linz


Jede Veranstaltung beginnt mit einer Einführung.


 

Donnerstag, 23. September 2021, 19:00 Uhr, FC – Francisco Carolinum

HUGO WOLF: ITALIENISCHES LIEDERBUCH

Martina Fender / Sopran
Andreas Lebeda / Bariton
Clemens Zeilinger / Klavier

„...Und ein warmes Herz, dess’ kann ich mich verbürgen, pocht in diesen kleinen Leibern meiner jüngsten Kinder des Südens...“, schreibt Hugo Wolf 1892 über den ersten Teil seines „Italienischen Liederbuchs“. Das Lied „Auch kleine Dinge können uns entzücken“, mit dem die Sammlung beginnt, ist Motto und Programm des Abends: je kleiner und unspektakulärer die Form, umso vielfältiger die Farben und Nuancen, in denen unterschiedlichste Situationen der Liebe durchgespielt werden – in hinreißend temperamentvollen, innigen und ironischen, schmachtenden und spöttischen Wechselliedern zwischen IHR und IHM geht es um amore als
Inbegriff italienischer Lebens- und Liebeskunst…

Programm


 

Donnerstag 25. November 2021, 19:00 Uhr, FC – Francisco Carolinum

„WIR SCHWESTERN ZWEI, WIR SCHÖNEN…“
MARIA MALIBRAN UND PAULINE VIARDOT-GARCIA

Ayşe Yakut Somer / Sopran
Ksenia Skorokhodova / Sopran
Andreas Lebeda / Klavier

Quer durch ganz Europa führen die Spuren der wohl größten Primadonnen des 19. Jahrhunderts: die beiden Schwestern Maria Malibran und Pauline Viardot-Garcia waren nicht nur die gefeierten Gesangs-Superstars des Genie- und Virtuosenzeitalters, sondern gleichermaßen Stil-Ikonen und Intellektuelle, Idole, Musen, Anregerinnen und nicht zuletzt auch hochbegabte Komponistinnen – ein vokal.isen-Abend mit Glamour und Operflair…


 

Donnerstag 10. Februar 2022, 19:00 Uhr, FC – Francisco Carolinum

„O DIE FRAUEN…“
JOHANNES BRAHMS: LIEBESLIEDER-WALZER OP.52 & OP.65

Elisabeth Breuer / Sopran
Martha Hirschmann / Mezzosopran
Jan Petryka / Tenor
Andreas Lebeda / Bariton
Daniela Dawn Fietzek / Klavier
Andrea Szewieczek / Klavier

„Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen“, schrieb Brahms über seine Liebeslieder-Walzer, die bei 1869 bei Simrock als Liebeslieder. Walzer op. 52 für Klavier zu vier Händen mit dem Zusatz „mit Gesang ad libitum“ erschienen. Wegen des großen Erfolgs ließ er 1874 die zweite Sammlung von 15 weiteren Liedern als Neue Liebeslieder op. 65 folgen – am Ende steht die Goethe-Vertonung Nun, ihr Musen, genug als dichterisch wie musikalisch bedeutungsvoller Abschluss dieses großen zweiteiligen Lieder-Spiels.


 

Donnerstag, 17. März 2022, 19:00 Uhr, FC – Francisco Carolinum

IM ZWEISTROMLAND

Simona Šaturová / Sopran
Andreas Lebeda / Bariton
Clemens Zeilinger / Klavier
Christoph Janacs / Rezitation

„manchmal ist der Fluß / ein Raum, den man hören kann“ – so beginnt (und endet) der Gedichtband „Im Zweistromland“, aus dem der in Linz geborene Autor Christoph Janacs an diesem Abend lesen wird – Texte, die den Raum zwischen Donau und Moldau hörbar machen… Von Bratislava nach Prag – eine Lebens-Spur zwischen diesen beiden Flüssen ist auch die Biographie der international gefeierten Sopranistin Simona Šaturová, die erstmals bei den vokal.isen zu Gast ist: authentischer ist die melancholische Schönheit dieses Raums wohl kaum zum Klingen zu bringen – „dann spricht die Moldau / und spricht in vielen Sprachen, / die keiner mehr spricht“


 

Mittwoch, 8. Juni 2022, 19:00 Uhr, Schlossmuseum

„DIE ABENDRÖTE“
LIEDER VON FRANZ SCHUBERT NACH GEDICHTEN VON FRIEDRICH SCHLEGEL

Kurt Widmer / Bariton
Andreas Lebeda / Hammerflügel
KEPLER-KONSort

„Durch alle Töne tönet 
Im bunten Erdentraume 
Ein leiser Ton gezogen, 
Für den, der heimlich lauschet“ -
die letzten Zeilen aus Friedrich Schlegels Gedicht „Die Gebüsche“ wurden nicht nur zum Motto von Schumanns großer C-Dur-Fantasie, sondern auch zur Chiffre für die romantische Bewegung des frühen 19. Jahrhunderts; Schuberts ‚inoffizieller‘ vierter Liederzyklus nach Texten von Schlegel lauscht diesem leisen Ton nach und führt uns zu den poetischen und musikalischen Wurzeln der Romantik…


 

vokal.isen - INFO

"Wer singt, kann in den Himmel gehn", oder, wie Orpheus, bis in die Unterwelt... von der Macht des Gesanges handeln die vokal.isen im stil- und klangvollen Ambiente des Festsaales des FC - Francisco Carolinum und des Barocksaales im OÖ. Schlossmuseum.

Verschiedenste Möglichkeiten des Singens, dieser ursprünglichsten und wohl faszinierendsten aller musikalischen Äußerungen, finden sich in den abwechslungsreichen Programmen dieser vokalen Kammermusikreihe: die vokal.isen laden ein zu spannenden und erlebnisreichen Entdeckungsreisen in die Welt des Gesanges.

 


KÜNSTLERISCHE LEITUNG

AndreasLebeda

Andreas Lebeda wurde in Gmunden geboren und studierte an der Universität Salzburg (Germanistik) und am „Mozarteum" (Gesang, Klavier, Dirigieren und Musikpädagogik). Wesentliche Impulse erhielt er in Nikolaus Harnoncourts legendärer Klasse für Aufführungspraxis sowie als Schüler von Kurt Widmer in Basel.
1990 erfolgte sein Operndebut unter René Jacobs in Montpellier und Innsbruck; seither führten ihn Konzerte, Liederabende und Opernproduktionen in bedeutende Musikzentren Europas (Paris, Rom, Barcelona, München, Berlin, Zürich, Wien, Prag, Zagreb, Sofia, Göteborg, Oslo, Brüssel, Nantes u.v.a.) sowie nach Japan, Südafrika und in die USA (2001 New York-Debut in der Weill-Hall/Carnegie mit Claus-Christian Schuster).
Zu seinen wichtigsten CD-Aufnahmen zählen Schuberts „Winterreise“ (mit Hammerklavier), Mozarts „Grabmusik", Kantaten und Passionen von J. S. Bach, Monteverdis „L’incoronazione di Poppea" sowie die „Weihnachtshistorie" und die „Auferstehungshistorie" von Heinrich Schütz unter René Jacobs bei harmonia mundi France.
Andreas Lebeda unterrichtete am „Mozarteum" Salzburg und leitet seit 1992 eine Klasse für Gesang und Vokalensemble an der Anton-Bruckner-Universität Linz; er ist Initiator der vokalen Kammermusikreihe „vokal.isen".

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