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ALTE MUSIK IM SCHLOSS - PROGRAMM 2021/22 

Schlossmuseum, Schlossberg 1, 4020 Linz


  

ABGESAGT Dienstag, 16. November 2021, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

BAROCKE NETZWERKER

L’ORFEO BAROCKORCHESTER
ALEXANDER GERGELYFI / Cembalo
CARIN VAN HEERDEN und PHILIPP WAGNER / Blockflöte
MICHI GAIGG / Leitung

Der digitale „Schub“ unserer Zeit erschließt bekanntlich viele neue Kommunikationsschienen. Ein Netzwerker heute weiß um den Wert dieser Möglichkeiten und setzt sie gezielt für sich ein. Das gegenseitige Befruchten war im 18. Jahrhundert aber genauso spannend und lebendig. Man schaute über die eigene Landesgrenze hinweg nach anderen Gewohnheiten, anderen musikalischen Gattungen, anderen (musikalischen) Sprachen, eignete sich diese an und schaffte geniale Vernetzungen.

Programm


 

Dienstag, 29. März 2022, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

LETZTE BLÜTEN - KAMMERMUSIKALISCHE SCHWANENGESÄNGE

HAYDN QUARTETT
Fritz Kircher / Violine 1
Martin Kocsis / Violine 2
Gerswind Olthoff / Viola
Nikolai New / Violoncello

MARKUS SPRINGER / historische Klarinetten

Markus Springer und das Haydn Quartett gestalten gemeinsam ein Programm mit Werken von Johannes Brahms (1833−1897), Robert Fuchs (1847−1927) und Theodor Kirchner (1823−1903) auf Instrumenten des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Alle Werke des Abends entstanden in den letzten Lebensjahren der Komponisten und symbolisieren gleichsam das Ende einer musikalischen Ära.


 

Freitag, 29. April 2022, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

LAMENTARE, SUONARE, BALLARE
Kompositionen von: Dalza, Ortiz, Ruvo, Böddecker, Vivaldi, Gabrielli, Kapsperger, Bononcini

FONDO BAROCCO
Marie Orsini-Rosenberg / Barockcello
Herwig Neugebauer / G-Violone, Darabouka
David Bergmüller / Lauten

Wir tanzen, lamentieren und jubilieren von der Renaissance bis in die Barockzeit. Die Vielfalt der Stimmungen und Gemütszustände findet ihre Entsprechung in den verschiedenen Klangkombinationen der 3 Continuo-Instrumente, die hier in alle Rollen schlüpfen. 


 

Dienstag, 24. Mai 2022, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

„… DAS BESTE, WAS ICH NOCH IN MEINEM LEBEN GESCHRIEBEN HABE.“ 
(Wolfgang Amadé Mozart, Brief vom 10. April 1784 an seinen Vater Leopold Mozart)
Klassische Meisterwerke für historische Blasinstrumente und Pianoforte

CALAMUS CONSORT
Mario Aschauer / Pianoforte
Carin van Heerden / Oboe und Englischhorn
Ernst Schlader / Klarinette und Bassetthorn
Markus Springer / Bassetthorn
Ivan Calestani / Fagott
Michael Söllner / Horn

Es ist ein besonderes Ereignis, wenn ein Klavier und Blasinstrumente aufeinandertreffen. Mozart schrieb über sein Quintett für Pianoforte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (KV 452), es sei "das Beste, was ich noch in meinem Leben geschrieben habe". Der preußische Komponist Otto Carl Erdmann Freiherr von Kospoth war ein vielseitig gebildeter Mensch, der sich auch für Okkultismus und Alchemie interessierte. Im Glauben, feuerfest zu sein, starb er 1817 bei einem Schlossbrand.
Seine Serenade für Pianoforte, Oboe, 2 Bassetthörner und Fagott stellt ebenso wie Josef Triebensees Grande Quintuor op. 4 für Pianoforte, Klarinette, Englischhorn, Bassetthorn und Fagott die damals beliebten tiefen Holzblasinstrumente Bassetthorn und Englischhorn dem hellen Klang des Hammerklaviers gegenüber. 


 

ALTE MUSIK IM SCHLOSS - INFO

Die beliebte Linzer Konzertreihe wurde 1979 von August Humer (+) gegründet. In dem historischen Ambiente des Linzer Schlosses bietet sie den Zuhörer*innen feine Hörerlebnisse mit Musik aus vergangenen Epochen. Hochkarätige Künstler*innen, aber auch junge, noch unbekannte Musiker*innen führen uns in die Klangwelten der Historischen Aufführungspraxis und vermitteln die unveränderte Frische und Lebendigkeit der Musik mit historischem Instrumentarium.

Besitzer*innen von Konzertkarten (Normaltarif, ermäßigter Tarif und Abonnements) der Reihe "Alte Musik im Schloss" haben am Tag der Veranstaltung freien Eintritt im Schlossmuseum Linz.

 


KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Carin van Heerden wurde in Kapstadt (Südafrika) geboren. Sie studierte Blockflöte bei Günther Höller und Walter van Hauwe sowie Barockoboe bei Helmut Hucke. Während ihrer Studienzeit gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe, u. a. den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in Deutschland (1988). Sie ist Gründungsmitglied des L’Orfeo Barockorchesters (Leitung Michi Gaigg) und konzertiert mit diesem Orchester, auch als Solistin, in ganz Europa und in Südafrika. Carin van Heerden arbeitete außerdem mit verschiedenen Ensembles (Das Kleine Konzert, Cantus Cölln, Akademie für Alte Musik Berlin) und Dirigenten wie Ton Koopman, Alan Curtis, Konrad Junghänel und Hermann Max. Kammermusikalisch ist sie als Leiterin des L’Orfeo Bläserensembles tätig sowie als Mitglied des Blockflötenconsorts Element of Prime.

Solo-CDs ihres Spiels erschienen bei cpo (Telemann und Mysliveček), Cavalli Records (Hotteterre) und dhm/Sony Music (Telemann).
Carin van Heerden hatte eine Professur für Blockflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg ab 1993 und anschließend von 2004 bis 2008 an der Musikhochschule Köln inne. Heute unterrichtet sie Barockoboe und Blockflöte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und leitete zehn Jahre lang das dortige Institut für Alte Musik und Historische  Aufführungspraxis. 

Von internationalen Wettbewerben für Alte Musik wird sie oft als Jurymitglied eingeladen und ist international gern gesehene Gastdozentin bei Meisterkursen.
Carin van Heerden ist künstlerische Leiterin der Linzer Landeskonzertreihe „Alte Musik im Schloss“ und übersetzte das bahnbrechende Buch „The eloquent oboe“ von Bruce Haynes.

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